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Letzten Sonntag war es soweit – das beste amerikanische Musical wurde wieder einmal gekürt, es setzte eine unheimlich heimliche Überraschung ab. Nachdem der Mormonen-Schwank «The Book of Mormon» 2011 den New York Drama Critics Circle Awards, den Drama League Awards, den Outer Circle Critics Awards, den Drama Desk Awards gewonnen und 14 Tony Awards-Nominierungen eingeheimst hatte und der «beste Kritiker westlich der Äquators», nämlich ich, einen überragenden Sieg prophezeit hatte, war es dann soweit. Der «beste Teletext jenseits des Äquators», nämlich jener von SF 1, brachte es als Headline. «The Book of Mormon" hatte tatsächlich 9 der insgesamt 14 Musical-Preise abgeräumt und war der grosse Sieger. Eine wahrlich unheimlich heimliche Überraschung, denn eine Überraschung war ergreifend und schlicht ausgeblieben.

In wenigen Tagen, am 12. Juni 2011, ist es wieder soweit. Die begehrten Theater- und Musical-Preise werden am Broadway nächsten Sonntag vergeben. Seit 1979 feiert sich die Broadway-Musicalstätte selbst. Auch in diesem Jahr wird man Neues über Trends und das Musical erfahren. Es wäre durchaus witzig, die Reise nach New York anzutreten.

Ätsch Bätsch, nachgemacht

Es war einmal ein grosser Entdecker, da gesellte sich ein kleiner solcher zu ihm und fragte: "Sag, Grosser, darf ich bei dir mitmachen?". Da lachte der grosse Entdecker darüber und sagte: "So ein Blödsinn. Kommt gar nicht in Frage!" In der Folge machte sich der kleine Entdecker auf Entdeckungsreise und entdeckte regelmässig die Schätze früher, die es zu entdecken gab. Ein Monat später kam dann der grosse Entdecker und fand die gleichen Trouvaillen. Da kam der Kleine zu ihm und sagte: "Ätsch Bätsch! Nachgemacht!".

fela_musicalVor wenigen Tagen wurden in New York die diesjährigen Tony Award Nominierungen bekannt gegeben. Insgesamt sind 13.5 Produktionen nominiert; man muss potztausend eingestehen, eine interessante, werthaltig neue und für andere Preisverleiher wegweisende Galerie.

memphisBei den "Erstlingen" sind "Fela!" mit 11 Nominationen und "Memphis" mit 8 die Abräumer, bei den Revivals sind "La Cage aux Folles" (1984) mit elf und "Ragtime" (1998) mit sieben Nennungen die Nominierungssieger. Nun gibt es aber zweifellos Unterschiede in der Bedeutung von Einzelnominierungen. Der Preis für die beste Orchestrierung ist zweifellos bedeutender als jener für das beste Musical, oder? Doch wie man auch tüftelt, die beiden Leader sind gleichauf, ist beim besten Buch nur "Fela!" berücksichtigt, wird dies dadurch wettgemacht, dass bei den männlichen Hauptdarstellern "La Cage aux Folles" einen Hauptdarsteller mehr preismässig "standby" hat.

Von der Selbstüberschätzung eines Zürcher Kritikers und der Kritik

Was hätte es für einen schönen Abend werden können, gestern, als ich mich fasziniert vor dem Laptop lümmelte, um mir die diesjährige Olivier Award-Verleihung anzuschauen. Eigentlich hätte auch gar nichts schief gehen können. Denn ich hatte bereits für beide Seiten meine Urteile abgegeben. Einerseits prognostiziert, dass "Sister Act" usw. der grosse Gewinner werden würde und andererseits nach den Nomination bereits befürchtet, dass die falschen gewinnen könnten. Wieso bin ich jetzt derart frustriert? Nun, ich habe das Gefühl, nachdem wir schon mit Lybien, Deutschland, USA, usw. im Streit stehen, hat mir persönlich nun auch England den Krieg erklärt. Diagnose: Die typische Selbstüberschätzung eines Kritikers sowie auch der Juroren in England.

Nun ist es endlich so weit, seit wenigen Tagen sind die Nominationen für den diesjährigen "Laurence Olivier Award", kurz "Olivier Award", bekannt. Der bedeutendste Englische um nicht zu sagen Europäische Musical-Award wird seit 1976 vergeben, die Nominierungen erfolgen jeweils irgendwann im Februar. Die Preisvergabe findet dieses Jahr am 21. März 2010 in London statt. Bezeichnenderweise wird neu der Publikumspreis für die am längsten laufende Musicalshow in London vergeben. Sofern Sie stimmen wollen, müssen Sie dies bis zum 17. März 2010, 16:00 Uhr, auf der entsprechenden Seite tun.

Eigentlich wäre dieser Publikumspreis aus meiner Sicht ein richtiger Schritt. Und gerade in diesem Jahr, wenn man sich die Kritikernominationen ansieht, könnte er ein Volltreffer werden, wenn da nicht wäre...

Tuesday, 25 August 2009 13:00

Musicalpreise

tonymedallionSpricht der Kritiker von Musicalpreisen, so meint er nicht unbedingt jene, manchmal zu hohen Preise von Musicalproduktionen die welt- und europaweit den Fans abgeknöpft werden. Nota bene ist es häufig so, dass ein zu hoher Preis eine Musicalproduktion "abtöten" kann. So geschehen erst kürzlich mit dem Stück "Daddy Cool" von Frank Farian, das in Berlin wegen des "Mammons" nicht zum Erfolg kam.

Nein, Musicalpreise stehen für Auszeichnungen, die gerade in den Sommermonaten hüben und drüben vergeben werden und häufig Indikatoren für spätere Erfolge der Stücke weltweit darstellen.

Der erste und bedeutendste Preis, der Tony Awards 2009, wurde am 7. Juni 2009 in der Radio City Music Hall in New York vergeben. Und da schreibt der "imScheinwerfer" geschlagene zwei Monate danach erst über diesen Anlass? Was soll denn das?

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