Redaktueren Login

Musical Magazin - Berichte - Film - Theater - Oper Schweiz - Imscheinwerfer.ch

Monday, 14 September 2015 00:00

WOZZECK, 13.09.2015 Zürich

... und es gibt sie also doch noch, diese magischen Momente des Musiktheaters, diese Abende in der Oper, bei denen einfach alles stimmt, bei denen Text, Musik, Sängerinnen und Sänger, Orchester, Dirigent, optische und szenische Umsetzung, inklusive der Technik und des Lichts, eine Einheit bilden, alle involvierten Künste bruchlos zueinander finden, berühren, bewegen, ergreifen: Diese Neuproduktion von Alban Bergs WOZZECK am Opernhaus Zürich ist ein solches Ereignis! Eine Aufführung, welche man sich besser, exemplarischer kaum vorstellen kann, eine Produktion, die in sich dermassen stimmig ist, dass sie die Qualitäten zur Referenzaufführung dieses Werkes in sich birgt!

Read more...
Monday, 14 September 2015 00:00

EUGEN ONEGIN, 12.09.2015 St. Gallen

Kritik:

Tschaikowskys EUGEN ONEGIN ist sicher seine persönlichste Oper, geprägt von einer Phase der inneren Zerrissenheit im Leben des Komponisten, unerfüllten Sehnsüchten, Weltschmerz, dem Gefühl am falschen Platz zu sein. Als empfindsamer Künstler hat er die Vorlage Puschkins mit unnachahmlicher Sensibilität in seinen lyrischen Szenen verarbeitet. Bereits das so wunderbar weich und stimmungsvoll dahinfliessende, kurze Vorspiel öffnet die Ohren für die tief empfundene musikalische Seelenlandschaft. In diesen wenigen Takten ist viel motivisches Material exponiert, welches im Verlauf des Werks durch die subtile Verarbeitung immer wieder aufscheint. Das Sinfonieorchester St.Gallen trift diesen elegischen, von Melancholie geprägten Ton mit grosser Akkuratesse. Otto Tausk gelingt es mit seinem einfühlsamen Dirigat vortrefflich, diesen melancholischen Ton über den ganzen Abend beizubehalten, ihn durch zügige Tempi und sehr schön herausgearbeitete Transparenz des Klangs nie in Larmoyanz oder Kitsch abgleiten zu lassen. Auch die wenigen Anklänge an die grosse Oper (die Ballszenen auf dem Landgut und in St.Petersburg, die Chöre und Tänze der Landarbeiter) erklingen mit feinem Gespür für das richtige Mass und ohne aufgeblasene Bombastik. Die jungen, frischen Stimmen der Sängerinnen und Sänger tragen viel dazu bei, dass Tschaikowskys Seelendrama zumindest musikalisch mit berührender Glaubhaftigkeit erklingt.

...

Read more...

Suchen

Newsletter

Subscribe

captcha  

Der Newsletter erreicht mehrere tausend Leser. Nach der Registrierung erhalten Sie ein Bestätigungsmail.