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Musical

Informationen rund um Musicals, ihre Darsteller, Macher und Spielorte.

 

Tuesday, 01 November 2016 00:00

Bsuech us China

Written by in Musical Berichte

Es war Samstag Abend, das Publikum tobte, guter Laune. 

Das Comedy Musical, Besuch aus China ist eine authentische Schweizer Produktion. 

Wir haben uns gefreut, über diese Aufführung berichten zu dürfen. 

Wir durften bereits das erste Musical der selber Produktion vor etwa 5 Jahren, namens Myriam begutachten. 

Umscheinwerfer unterstützt steht die Schweizer Kultur und Kunst scene und ist daher von der Schweizer Produktion begeistert. 

Die Geschichte handelt um das wahre Leben, um Betrug, Liebe und Geld. 

I am Zentrum des Geschehens is der Chinesischen Investor namens Ling Ling. 

Jedoch wird Ling Ling betrogen und wie das Schicksal so will, verliebt er sich wahrend des Verfangens in die schöne Anna.

"Bsuech us China” ist eine Aufführung für Jung und Alt. Auch Liebhaber der klassischen Musik, kommen bei der show nicht zu kurz. 

Eveline Sticher sorgte mit dem Klavier für melodische Untermalung des Stücks und Rafael Serien und Jonas Hoenig begeisterte mit dem Bass. 

Der Höhepunkt des Stücks ist die gesangliche Darbietungen. 

Das Bühnenbild ist etwas schlicht und wir sind uns sicher, dass man das ganze mit etwas mehr Kostüm und Maske noch interessanter gestallten könnte. 

Allerdings, gibt es der Show ein gewisses Authentisches Flair. 

Grosses Lob geht an die Regie Herrn Jürg Peter. 

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Streich Peters und empfehlen unseren Lesern einen Besuch in das Schweizer “Lustical”.

 

 

Das Freddy Burger Management ermöglicht uns mit dem revolutionären Rockmusical „Jesus Christ Superstar“ eine Fülle von sinnliche Eindrücken. Für die einen ist es tolles Neuland, für die andern sinds stimmige Erinnerungen, teils bis über 40 Jahre zurückreichend. Auch heute ist es kaum zu glauben, was der damals 21-jährige Musikstudent Andrew Lloyd Webber und sein Texter Tim Rice zustande brachten.

Jesus Christ Superstar zählt heute – in elf Sprachen übersetzt, in 22 Ländern aufgeführt und zweimal verfilmt – zu den Klassikern des Musical-Repertoires. Eigentlich wäre der Begriff Oper zutreffender.

Nur sehr wenigen Komikern gelingt eine packende, abendfüllende Präsenz alleine auf einer grossen Bühne. Ein einziger beleuchteter roter Stuhl steht auf der Bühne, die aus gezimmerten Holzpaletten daliegt und untendurch von roten LEDs beleuchtet wird. Die LED-Lampen blenden nur am Anfang, dann blendet Rocchi. Zunächst jedoch schwebt eine Wolke aus dem seitlichen Dunkel des Bühnenraums daher. Rocchi selber schnarcht noch. Rocchi ist Italiener, Wahlschweizer mit Doppelpass, scharfer Beobachter. Seine Mutter, in Italien lebend, will nicht mit ihm nach Europa reisen und versteht auch nicht, weshalb Massimo einen Schweizer Pass führt. Auch viele Schweizer wollen nicht nach Europa reisen. Und diese Schweizer stehen mit ihren Dialekten und Eigenheiten im Mittelpunkt des Abends.

Nachdem sich die anfängliche Wolke verzogen hat, erwacht auch Rocchi so langsam unter seinem Veston auf seinem roten Holzstuhl. Um 4 Uhr morgens hatte ihn Mammas Tira mi su - der Name sagt's -  gebodigt. Er verflucht seine innere Schwere – und würde es trotzdem immer wieder essen. Gut ist er nun wach. Denn nun kommt das Publikum in den Genuss eines zweistündigen „Tagesbucheintrags“ zur EU, zur Schweiz, zu den Schweizern – und den Europäern.

Der neue König von Basel ist das mehrfach international ausgezeichnete Disney Musical The Lion King.

Einige ausgewählte Fakten:

  • Lion King hat bereits über 75 Millionen Besucher in 19 verschiedenen Ländern auf 5 Kontinenten begrüsst.
  • Die Herstellung aller Puppen und Masken beanspruchte etwa 37'000 Stunden. Das schwerste der fabelhaften Kostüme wiegt 20 kg und wird von Pumbaa getragen.
  • Ungefähr 700 Kostüme wurden speziell für die 52 Darsteller von Hand gefertigt.
  • Für die unterschiedliche Beleuchtung haben die Lichtdesigner knapp 700 Beleuchtungselemente verwendet um die unterschiedlichen Stimmungen zu erzeugen.
  • Das gesamte Equipment für die aufwendige Disney Produktion in Basel wurde mit 23 Lastwagen angeliefert.

Nun haben Sie einen kleinen Eindruck der Dimensionen dieser Produktion.

Im Londoner Westend und am New Yorker Broadway läuft gegenwärtig die Musical Adaption des 2006 uraufgeführten Films „Once“. Dieses extrem „sensible“ Stück schlägt seit 2011 alle Rekorde. Es gewann den Tony Award für das beste Musical, insgesamt wurde es 11-mal nominiert und siegte in 8 Kategorien. Im kommenden Jahr finden die letzten Vorführungen in London und New York statt.

Riverdance

Ein Teil dieses Genusses - anders aber ähnlich - können sie gegenwärtig in Zürich erleben. Kaum eine Show hat ein Land derart populär gemacht wie jene von Riverdance Irland. 1994 erblickte sie während des Eurovision Songcontests als Pauseneinlage das Licht der Welt, seitdem ist Riverdance eine Erfolgsgeschichte. Der Gegensatz zwischen zarter, feiner, melodiöser Musik und dem irischen Stepptanz ist beachtlich und faszinierend. Die schnellen Beinbewegungen kreieren eine Stimmung, die die Zuschauer in ihren Bann zieht. Die farbenprächtigen Hintergrundslides verzaubern. Die Perkussion der einzelnen Schlaginstrumente im Gleichklang überzeugt. Insbesondere den ersten Teil habe ich genossen. Die ganze Show verlief für mich bis zur Pause absolut perfekt.

Wieso der zweite Showteil mit osteuropäischen und spanischen Stücken „aufgebrezelt“ werden musste, war für mich unverständlich. Damit nahm man der Performance aus meiner Sicht den Schwung, ich hatte dann erheblich mehr Schwierigkeiten. Dennoch ist es verständlich, dass die Mischung von Stepptanz, perfekter Beherrschung der Instrumente, den wunderbaren lyrischen Frauenstimmen, der einmaligen keltischen Musik sowie Licht und Farbdesign weltweit - so auch im Hallenstadion in Zürich - fasziniert. Die Show ist bis zum 19. Dezember 2014 in Zürich, Oerlikon zu sehen.

Offen gestanden, es ist mir selten so schwer gefallen eine Kritik zu schreiben. Warum? Wir waren zu zweit, einem gefiel was er zu sehen bekam, dem andern nicht!

Vorab das Unbestrittene; Christian Weiss, Daniel Schaub und Roman Riklin sind Klassemusiker. Ihr Humor ist ausgesprochen trocken, er grenzt manchmal schon an Langweile, genau das macht das Trio speziell. Letzteres sind sie allemal, ein Unikat auf dem Schweizer Showmarkt. Ihre Gesellschaftskritik kam bei uns ambivalent an, originell aber nicht sonderlich differenziert.

Beachtenswert ist, dass die Lieder sozusagen "verzahnt" miteinander und sehr Refrainintensiv sind.

Beinahe makaber ist der Anfangsgesang, da wird eine Totentafel, der unlängst verstorbenen Künstler runter gesungen, um  das Liedchen mit der Zeile "Aber mir si da" zu krönen. Natürlich darf die berühmte "Rosmarie" nicht fehlen. Für den volkstümlichen Teil steht dann der "Leue". Die Geschichte vom schrecklichen Fenstersturz... schrecklich weil das Opfer auf den eigenen Audi fällt... fährt auch ein.  

Dummer- wird dann noch eine Pointe polizeilich gesucht, bezeichnender-weise findet mitten im Programm die obligate Bierverköstigung statt.

Spechte klopfen mit erheblichem Kraftaufwand gegen den Baumstamm. Das machen die drei zweifellos auch; mich dünkt, es lohnt sich das "Geklapper" abzuhören, Diskussionsbedarf mit einem Partner wird allemal entstehen.

Offen gestanden, der Sonntag 7. Dezember 2014 lief für meine Gattin und mich nicht so optimal, vor dem Besuch des Konzerts von Udo Jürgens empfanden wir dieses mehr als Pflicht, denn als Kür des Tages. Hätten wir -wir mögen Udo, sind aber keine "heissblütigen Fans" - denn ahnen müssen, dass dieser Anlass für uns die beste aller Shows   der vergangen Monate wird? Apropos wir sehen unzählige Shows jeden Monat.

Eigentlich ja; Udo Jürgens ist und hat Klasse. Wenn einer im Alter von achtzig Jahren so etwas abliefert, ist er im wahrsten Sinne einmalig! Udo ist Musik und Professionalität in einem; er kann es einfach...,  eine Reaktion war durchaus nicht einmalig, auch andere Muffel begeisterte Udo, von dem Gross des Publikums der Udo Jürgens Fangemeinde ganz zu schweigen!

Der Vollblutmusiker kann es sich leisten, viele neue Lieder mit bemerkenswerten Texten zu präsentieren und dabei verzaubert er. Ein Beispiel? Die wunderschöne Ballade vom Sohn, der mit seinem Vater einen Drachen bauen möchte. Der sehr aktuelle Song "Gefangen im Netz" ist zumindest aus meiner Sicht Spitzenklasse. Beindruckend sind auch die gesprochenen Übergänge. Man sollte Udo Jürgens, was seine  Aussagen und Beobachtungen anbetrifft, ernst nehmen, der Mann hat in jeder Hinsicht Klasse! Vielleicht denken jetzt einige, was soll diese Lobhudelei auf den deutschen Schlager? Meine Antwort darauf lautet: Ich verbrachte einfach einen Superabend, diese Zeilen sind nicht an den deutschen Schlager generell gerichtet, sie sind Zeichen meines allerhöchsten Respekts für diesen Mann.

Mir wurde ein Zweites bewusst, Spitzenklasse ist nur was in jeder Facette gut ist. Wie seit vielen Jahren begleitet Pepe Lienhard auch auf der Tournée "Mitten im Leben" Udo Jürgens, er ist schlichtweg ausgezeichnet. Erwähnen muss man in diesem Zusammenhang die russische Stargeigerin; von ihr müsste man eigentlich  noch mehr hören. Die Sängerin Doretha Loreen überzeugte ebenfalls voll und ganz. Ich lasse das jetzt stehen als eine Kritik an  einem Abend, der einfach nur toll war, nämlich "bitte (schön) mit Sahne" (allererste Sahne!).
Und nun ist der Entertainer und weltbekannte Sänger ist im Alter von 80 bei einem Spaziergang an einem Herzversagen verstorben. Das Redaktionsteam des Imscheinwerfers trauert um den liebenswerten Star. Er wird uns mit seinen Shows in guter Erinnerung bleiben.

Tuesday, 09 December 2014 00:00

Claudio Zuccolini-iFach "zuccohaft"

Written by in Musical Berichte

Am vergangenen 3. Dezember 2014 war ich wiedermal im "schönsten" Zürcher Privattheater im Theater 11 zu Gast. Da erfuhr ich, dass Claudio Zuccolini "beinahe" gar nicht mehr dort geweilt hätte. Er enthüllte da nämlich, die Medienschelte über seinen Knieauftritt im letzten Jahr - aus Sicht des imScheinwerfers zum grössten Teil unberechtigt-hätte Ihn "beinahe" in den Selbstmord getrieben. Nun ganz kann (soll) man ja "Zucco" zum Glück nie ernst nehmen!

Der imScheinwerfer sah das Zirkusdesaster seinerzeit anders. Zitat: "Es mag zutreffen, dass es beim Bündner noch "Luft nach oben" gibt, was aber auch damit zu tun hat, wie gut seine Darbietungen bei andern Gelegenheiten sind."

Solch eine Gelegenheit ist zweifellos sein neues, viertes Programm "iFach Zucco". Der kleine "grosse" Bündner macht all seine "skills" bemerkbar. Wenn er über die beiden Alternativschweizer Felix und Regula sinniert, frage ich mich seit langem, was die beiden Phantasiegestalten, die wohl zumindest teilweise in "Zuccos Umfeld "vorkommen-, über seine Komik denken. Vielleicht entstammen sie auch dem Bündnerland mit den 483 "Sonnen"-tagen", deren Einwohner (die Bündner) sich extra nach Zürich begeben, um richtig "beschiss....." Wetter zu erleben.

Für die Gierigen unter uns Zucco enthüllt das Geheimnis , wie man mit CHF 5‘000  23,5-facher Millionär wird! Sie erfahren auch das Erfolgsrezept des Verkaufs von Haaren aus den Abflussfiltern öffentlicher Schwimmbädern oder die Geschichte der Weiterverwertung des Poolwassers von Zürcher Brauereien. Die Devise lautet "Tue gutes und sprich darüber!" Zuccolini tut dies in feinsinniger, origineller und niemals primitiver Manier und wir sprechen positiv darüber ... einfach weil er es verdient hat und man sich das anschauen sollte!

Thursday, 27 November 2014 00:00

Salto Natale- „hebt ab“

Written by in Musical Berichte

Vorab möchte ich meine Anerkennung dafür aussprechen, dass das Circus Chapiteau offenbar zum ersten Mal ganz ohne Trägerspannung auskommt und so jedermann eine vollkommene Sicht hat. Dies ist nicht selbstverständlich und zeigt, dass die Macher ihr Publikum ernst nehmen.

Vor dem Beginn versucht das Komiker Duo „Kavaliere“ die Zuschauer in Stimmung zu bringen, dies ist durchaus bemerkenswert. Speziell positiv fiel mir auf, dass beispielsweise der Circus Conelli im Programmheft „Salto Natale“ Werbung macht. Offenbar arbeitet man nicht mehr gegeneinander. Lassen Sie mich die Kritik mit einem Allgemeinen Teil beginnen. Ich glaube verstanden zu haben, welches das Geheimnis eines guten Zirkus ist. Es geht wohl auch um „Verpackung“! Sämtliche Artisten tragen ausserordentlich beachtenswerte Kostüme. Die Farbenvielfalt erhöht das Genusserlebnis. Die Musik der ausgezeichneten Band passt zu den einzelnen Show Acts überdurchschnittlich gut. Zusammen mit den Bühnenbildern wird jedes Erlebnis auf diese Weise aufgewertet. Die Sängerin Jennifer Sarah Boone ist ein Volltreffer, mit ihrer wunderbaren Stimme veredelt sie die Kunststücke. Das Duett zwischen Gesang und Künstler ist uns eigentlich  von „Art on Ice“ bekannt, oder? Überdenkenswert war für mich auch die Tatsache, dass die beiden Kriegsfeinde Russland und Ukraine – die Ukraine ist in der Akrobatik eine absolute Weltmacht – friedlich nebeneinander auftreten. Es fällt auch auf, das sich insbesondere die sehr guten Showacts in der Luft abspielen, Salto Natale hebt demnach ab, aber das in jeder Hinsicht.

Eine spezielle Erwähnung verdiente der Strapaten Auftritt des Duos Dasha und Vadym und die Schleuderbrett Nummer der Troupe Nomuna. Ich streite immer noch mit meiner Frau, ob es sich um Schimpansen, Gorillas oder Orang-Utans gehandelt hat. Die Truppe Du Sen aus Vietnam ist gerade wegen der wunderschönen Verpackungselementen- die Blumen sind gleichfarbig entworfen wie die Kleider der Tänzerinnen- bemerkenswert. Nicht vollumfänglich begeistern konnte mich der Humor des deutschen  Komiker Duos „Kavaliere“ so wie der Jongleur That Jazz. Dieses Mal war das Ballett Espanol Salto Natale zu Gast, ihre tänzerischen Einlagen waren durchaus eindrücklich, aber für mich wäre weniger Spanien mehr gewesen. Fast hätte ich vergessen das russische Quintett Dobrovitskiy zu erwähnen. Mit grösster Leichtigkeit schwirren sie in den Lüften herum.

Im Grossen und Ganzen eine sehr bemerkenswerte Vorführung. Auf die meist gestellte Frage wie ist dieser Zirkus im Vergleich zu Himmel auf Erden, muss ich leider ehrlich antworten, dass Salto Natale in einer anderen Liga spielt.

 

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