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Musical Magazin - Berichte - Film - Theater - Oper Schweiz - Imscheinwerfer.ch

Sieben Wochen vor der Oscar-Verleihung hat die Musical-Romanze „La La Land“ bei den Golden Globes sieben Preise abgeräumt - das ist neuer Rekord. Die Vater-Tochter-Geschichte „Toni Erdmann“ der deutschen Regisseurin Maren Ade mit dem österreichischen Schauspieler Peter Simonischek in einer Hauptrolle ging in der Kategorie „bester nicht-englischsprachiger Film“ leer aus.

The nominations for the 89th Academy Awards were announced on Tuesday morning and as expected, "La La Land" danced away with a bunch.

The romantic musical picked up 14 Oscar nominations, tying the record held by "All About Eve" and "Titanic." The coming-of-age tale "Moonlight" and sci-fi thriller "Arrival" both received eight nominations.

Sunday, 01 November 2015 00:00

LA BOHÈME, Zürich 01.11.2015

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Kritik:

Resigniert legt Rodolfo im vierten Bild die Feder weg, resigniert wirft Marcello seinen Pinsel weg nachdem (in dieser um sieben Ecken herum konzipierten Theater auf dem Theater Inszenierung) ihr Stück einen Theaterflop hingelegt hat. Von einem Flop dieser Neuproduktion am Opernhaus Zürich zu sprechen, wäre vielleicht ein bisschen zu stark, allerdings kann man auch nicht so vorbelhaltlos in Jubel ausbrechen, wie das ein grosser Teil des Premiernpublikums getan tat. Szenisch wurde viel Aufwand betrieben (mit eher bescheidenem Resultat), die komischen Seiten des Librettos betonend - was völlig auf der Strecke blieb, war das eigentliche Drama. Musikalisch bleibt noch Luft nach oben.

Sunday, 18 October 2015 00:00

LE PROPHÈTE. Karlsruhe 18.10.2015

Written by in Opera / Klassik

Kritik:

Sie waren einst die reinsten „Strassenfeger“, die Grand Opéras von Giacomo Meyerbeer. Im 20. Jahrhundert fristeten sie aus verschiedenen Gründen ein Mauerblümchen-Dasein. Nun scheint sich eine Renaissance dieser Werke und dieses wichtigen Komponisten anzubahnen – und das ist gut so. Das Badische Staatstheater Karlsruhe jedenfalls hat mit der gestrigen,zu Recht heftig applaudierten und bejubelten Premiere jedenfalls einen enorm wichtigen Beitrag dazu geleistet.

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Saturday, 17 October 2015 00:00

MACBETH St.Gallen 17.10.2015

Written by in Opera / Klassik

Kritik:

Wie inszeniert man eine plausible Hexenszene, wenn man die Handlung von Verdis MACBETH aus dem quasi heidnischen schottischen Hochland des 11. Jahrhunderts in einen „Führerbunker“ irgendwo in Grossbritannien gegen Ende des zweiten Weltkriegs verlegt? Ganz einfach, man macht die Sekretärinnen, Funkerinnen, die Tippsen an ihren Schreibmaschinen und Dechiffriergeräten zu Wahrsagerinnen, denn sie sitzen ja an den Quellen der Information. Wenn man dann Macbeth und Banquo auch noch beschwipst auftreten lässt, sind den Sekretärinnen flugs auch schon Bärte gewachsen.

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Monday, 14 September 2015 00:00

EUGEN ONEGIN, 12.09.2015 St. Gallen

Written by in Opera / Klassik

Kritik:

Tschaikowskys EUGEN ONEGIN ist sicher seine persönlichste Oper, geprägt von einer Phase der inneren Zerrissenheit im Leben des Komponisten, unerfüllten Sehnsüchten, Weltschmerz, dem Gefühl am falschen Platz zu sein. Als empfindsamer Künstler hat er die Vorlage Puschkins mit unnachahmlicher Sensibilität in seinen lyrischen Szenen verarbeitet. Bereits das so wunderbar weich und stimmungsvoll dahinfliessende, kurze Vorspiel öffnet die Ohren für die tief empfundene musikalische Seelenlandschaft. In diesen wenigen Takten ist viel motivisches Material exponiert, welches im Verlauf des Werks durch die subtile Verarbeitung immer wieder aufscheint. Das Sinfonieorchester St.Gallen trift diesen elegischen, von Melancholie geprägten Ton mit grosser Akkuratesse. Otto Tausk gelingt es mit seinem einfühlsamen Dirigat vortrefflich, diesen melancholischen Ton über den ganzen Abend beizubehalten, ihn durch zügige Tempi und sehr schön herausgearbeitete Transparenz des Klangs nie in Larmoyanz oder Kitsch abgleiten zu lassen. Auch die wenigen Anklänge an die grosse Oper (die Ballszenen auf dem Landgut und in St.Petersburg, die Chöre und Tänze der Landarbeiter) erklingen mit feinem Gespür für das richtige Mass und ohne aufgeblasene Bombastik. Die jungen, frischen Stimmen der Sängerinnen und Sänger tragen viel dazu bei, dass Tschaikowskys Seelendrama zumindest musikalisch mit berührender Glaubhaftigkeit erklingt.

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Monday, 14 September 2015 00:00

WOZZECK, 13.09.2015 Zürich

Written by in Opera / Klassik

... und es gibt sie also doch noch, diese magischen Momente des Musiktheaters, diese Abende in der Oper, bei denen einfach alles stimmt, bei denen Text, Musik, Sängerinnen und Sänger, Orchester, Dirigent, optische und szenische Umsetzung, inklusive der Technik und des Lichts, eine Einheit bilden, alle involvierten Künste bruchlos zueinander finden, berühren, bewegen, ergreifen: Diese Neuproduktion von Alban Bergs WOZZECK am Opernhaus Zürich ist ein solches Ereignis! Eine Aufführung, welche man sich besser, exemplarischer kaum vorstellen kann, eine Produktion, die in sich dermassen stimmig ist, dass sie die Qualitäten zur Referenzaufführung dieses Werkes in sich birgt!

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